Denke auch abhängig vom Wikio-Rang (Platz 1) dürfte der Blog von Carsten wohl einer der bekanntesten im deutschsprachigen Raum sein, sowieso wenn man sich auch noch mit Tech-Themen befasst. Einige Fragen lagen mir eh auf der Zunge, deshalb hab ich mir gedacht, doch mal ein Interview mit dem caschy zu machen. Das möchte ich euch jetzt natürlich nicht vorenthalten. Und wer dann garnicht weiß um wen oder was es geht: stadt-bremerhaven.de.

1) Ich denke die Leser auf meinem Techblog werden den Blogger des bekanntesten Techblogs kennen, aber vielleicht willst du dich ja ganz kurz vorstellen.

Puh, ich finde es immer besser, wenn die Leute, die mich kennenlernen wollen, die Erfahrung selbst machen 😉 Von daher sage ich nur kurz: Carsten, Baujahr 77 aus Dortmund, in Bremerhaven wohnend mit einer Vorliebe für das Netz und die Hardware drum herum.

2) Was denkst du war der Grund für deinen Erfolg? War vielleicht auch ein anderer oder mehrere Faktoren entscheidend?

Wie definierst du Erfolg? Ich kann von der privaten Bloggerei nicht leben. Von Fame wird man nicht satt. Wenn du Blogcharts oder ähnliches meinst: auch das macht nicht glücklich. Ich denke eher, dass ich mich auf der Plattform „Blog“ mit vielen ziemlich coolen Leuten austausche. Ich gebe mit einem Beitrag quasi ein Thema vor – im besten Falle helfe ich damit oder rege zur Diskussion an.

3) Wann hast du dich gedanklich damit befasst, vollständig im Web zu arbeiten? Hattest du bedenken und wie denkst du heute darüber nach?

Jungfrau zum Kind. Ich hab damals mein priv. Blog in der Mittagspause betrieben. Ich stand als stell. Teamleiter bei Saturn und habe Hardware verkauft. Wurde wegrationalisiert und hatte dann das Glück, Arbeit „im Web“ zu finden.

4) Hast du zu Punkt drei auch einen guten Rat an andere, die diese Richtung gehen möchten?

Nein. Bei mir war es einfach Zufall.

5) Macht dir das Bloggen immer noch Spaß oder ist es inzwischen mehr ein gewöhnlicher Beruf für dich? Oder gar immer noch ein Hobby mit gutem Verdienst?

Bloggen ist mein größtes Hobby – das dürfte die Frage beantworten.

6) Wie sieht dein ein gewöhnlicher Arbeitstag von dir aus?

Das willst du wirklich wissen? 7 Uhr aufstehen, Kaffee, RSS-Feeds lesen, duschen, Bloggen, bloggen, bloggen, netzwerken. Ins Bett gehen.

7) Oft denkt man im Beruf an eine Umschulung oder Weiterbildung nach, hast du diesbezüglich auch etwas vor? Vielleicht SEO-Experte? 😀

Ich habe keine Ahnung von Seo. Eigenlich kann ich nichts besonders gut 😉 Ich habe einen erlernten Beruf, den des IT-Systemelektronikers. Ich denke, es ist wichtig, überhaupt etwas an Arbeit zu haben, egal was es ist – hoffentlich fair bezahlt.

8.1) Stichwort Weiterbildung. Wie weit planst du denn voraus und wie könnte das aussehen? Projekte à la Umwandlung des Blogs in ein Archiv mit viel Klicks und Werbung aber ohne Arbeit?

Bullshitfrage. Sorry. Ich sehe im Web genug Arschlöcher, die so verfahren. Nichts machen, fremden Content kopieren und damit Kohle kassieren. Geht mein Puls auf 180. Ich mache weiter wie bisher.

8.2) Kommt irgendwann die Internationalisierung oder der StartUp-Gründer in dir durch?

Nö. Was soll ich gründen? Für die Profesionalisierung fehlt mir die Zeit. Ich willl doch nur bloggen 🙂

9) Beschreib doch mal wie du die Entwicklung des Webs in 5, 10 und 20 Jahren siehst. Wird es irgendwann vielleicht keine Blogs mehr geben? Wann siehst du deinen Blog und deine Kompetenzen, unwahrscheinlicherweise vorausgesetzt sie entwickeln sich nicht weiter, in der aktuellen Form bedroht?

Wer dir diese Frage beantwortet, gehört definitiv eingewiesen 😉 Man kann so eine dynamische Entwicklung nicht vorausssehen. Ich denke – global gesehen – dass das Internet noch mehr Einfluss auf unsere Lebensbereiche haben wird.

10) Danke dir ganz herzlich für das Interview. Wenn du möchtest kannst du gerne noch abschließende Worte schreiben, schreiben wie du das Interview empfandest, auch gerne ein Statement zu mir/meinem Blog abgeben, oder schreiben was du gerade denkst. Also raus mit positiver wie negativer Kritik 🙂

Ich denke, viele haben eine falsche Erwartungshaltung mir gegenüber. Nur weil man ein viel gelesenens Blog führt, ist man weder reich, sexy und hat glänzendes Haar. Ich kenne Leute, die haben 1/3 der Besucher, leben aber vom Blog, weil sie ohne Ende SEO, Amazon, Werbung und anderen trallala machen oder einfach ein Thema haben, welches sich besser vermarkten lässt. Kostenloses, wie Software und das Web im allgemeinen bringt nicht viel an Geld.
Erstmal möchte ich dir Carsten ganz herzlich für die Beantwortung der Fragen danken. Hoffe euch hat das Interview gefallen und denke es sind einige Dinge dabei die so auch noch nicht jeder wusste.
Wer sich gerne mit caschy kurzschließen möchte, findet in u.a. auf Twitter, auf Facebook findet ihr in hier, auf G+ da und seine Seite gibt es auch bei Facebook :).