Der doppelte Abi-Jahrgang in Bayern und Niedersachsen in diesem Jahr – kommenden Sommer folgen Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Bremen – und die Abschaffung des Wehrdienstes erschweren die Zimmersuche für Studenten aktuell so sehr wie nie zuvor. Es war auch bisher in den meisten deutschen Städten schon ein riesiger Aufwand, ein taugliches und vor allem bezahlbares WG-Zimmer aufzutreiben, die Situation auf den Wohnungsmärkten verschärft sich durch die aktuellen Entwicklungen jedoch sehens. In der Praxis kommt es dadurch zu einigen Problemen, sowohl bei der Zimmersuche als auch beim Finden eines sympathischen WG-Genossen: unzählige Telefonate, zig Kennenlernrunden und kostenintensive Fahrten zu Besichtigungsterminen sind für beide Parteien keine angenehme Sache. Speziell Erstsemester stehen zusätzlich unter heftigem Zeitdruck, da sie oft erst wenige Tage vor Beginn des Semesters die Zulassung für ihr Studium erhalten.
Zwei Studenten schaffen Abhilfe. Um diesen Problemen zu begegnen, haben sich zwei Heidelberger Studenten etwas Neues einfallen lassen: Über die kostenlose Zimmerbörse WGcast bewirbt man sich per Mausklick mit seinem persönlichen Profil auf die Angebote, die einen interessieren. Die WG wählt dann aus den Bewerbern ihre Favoriten aus und lädt nur diese zu einem persönlichen Gespräch ein. Neben dem Alter, der aktuellen Beschäftigung, einem Bild und der bisherigen WG-Erfahrung wird im Profil nach Hobbys, Interessen und Musikvorlieben gefragt. Positiv ist, dass nur wenige Angaben verpflichtend sind, jedoch sollte man schon ein paar Dinge über sich preisgeben, damit die WG auch einen Eindruck von einem bekommt. Durch das Portal ersparen sich sowohl Kandidaten als auch die WG-Bewohner unnötige Telefongespräche und Besichtigungstermine, die aufgrund mangelnder Eignung oder fehlender Sympathie von vornherein zum Scheitern verurteilt sind.
Mit dem individuellen Profil die WG von sich überzeugen. Bei den üblichen Massencastings muss man sich als Interessent innerhalb weniger Minuten, meist zwischen Tür und Angel, als „supernett und total umgänglich“ präsentieren, um überhaupt in die engere Auswahl der WG zu kommen. Das baut einen Druck auf, mit dem nicht jeder Wohnungssuchende zurecht kommt. Bei der Zimmersuche über WGcast hingegen, kann man in aller Ruhe sein Profil anlegen, um sich den potentiellen neuen Mitbewohnern vorzustellen und sie von sich zu überzeugen. Das Casting findet also nicht mehr im überfüllten WG-Wohnzimmer statt, sondern online am eigenen Computer. Wenn einem letztendlich von der ein oder anderen Wohngemeinschaft die Kontaktdaten freigeschaltet werden, weiß man, dass sich der folgende Termin zum Kennerlernen auch lohnt. Denn da die Vorauswahl überstanden wurde, scheint man den WG-Bewohnern wohl nicht gänzlich unsympathisch zu sein. Der Grundstein für ein geselliges Zusammenleben ist damit gelegt und der Dienst von WGcast an dieser Stelle getan.
“WGcast kann das persönliche Gespräch nicht ersetzen, sondern soll die WGs bei der Vorauswahl der Bewerber unterstützen und den Zimmersuchenden gleichzeitig unnötige Besichtigungstermine ersparen. Die Zukunft der Mitbewohner- und WG-Suche hat begonnen!” So in etwa beschreibt sich WGcast selbst. Was jedoch denkt ihr davon, erleichtert das wirklich die WG-Zimmersuche, oder wird sie dadurch möglicherweise komfortabler für euch? Ich persönlich denke bei genügend Usern (das Hauptproblem von neuen Diensten) wird es auf jeden Fall ein Erfolg!
