Was bietet mir ein Online-Videorecorder?

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Schon in den Anfangszeiten des Fernsehers versuchten Tüftler das TV-Programm aufzuzeichnen. Bereits 1927 nahm der Engländer John Baird seine 30-Zeilen Fernsehaufnahmen auf gewöhnlichen Schellackplatten auf. Dieses Verfahren nannte sich Phonovisison und war nur möglich, da die geringe Zeilenzahl die aufzunehmende Bandbreite an Frequenzen klein hielt. Eine lange Zeit verging, bis schließlich 1961 der erste Heimvideorecorder auf den Markt kam. Verschiedene Formate kamen und gingen, bis 1977 der HR-3300 von JVC erschien, der erste Videorecorder mit VHS-Format. Der Siegeszug der Rekorder begann. Bis heute wurden allein in Deutschland mehrere Millionen VHS- Recorder verkauft. Doch der technische Fortschritt machte auch vor dem Videorecorder nicht halt und es musste ein Nachfolger her. Heute gibt es DVD-, BluRay- und Festplattenrecorder, die allerdings meist sehr teuer sind. Eine Alternative, die für die meisten wahrscheinlich noch unbekannt ist, sind Online-Videorecorder.


Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt, um einen Videorecorder im Internet. Man wählt seine Lieblingssendung aus einer digitalen TV-Zeitschrift aus und mit einem Klick wird die Sendung aufgenommen. Nachher lassen sich die aufgenommenen Sendungen dann entweder per Download oder als Stream bequem ansehen.

Online-Videorecorder vs. stationäre Geräte – ein Vergleich

Der erste Unterschied, der sofort auffällt, ist das „Aussehen“. Während man sich bei Festplattenrecorder und Co. ein großes Gerät über den Fernseher stellen muss, hat man bei der Onlinevariante „nichts in der Hand“. Das Aufnehmen funktioniert über die Internetseite des Anbieters. Viele Leute bevorzugen allerdings immer noch „Aufnahmen zum Anfassen“. Wer aber kein Problem damit hat, nur über das Internet aufzunehmen, für den ist die Onlinevariante das Richtige. Denn von den Taktilen Reizen abgesehen, bieten diese enorme Vorteile. Man ist beispielsweise nicht mehr an das heimische Wohnzimmer gebunden, um sich seine Aufnahmen anzusehen. Von überall auf der Welt hat man Zugriff auf seine Aufnahmen und kann diese nicht nur auf Computer und Fernseher ansehen, sondern meist auch noch auf mobilen Geräten, wie Smartphones oder Tablets. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist der Kaufpreis. Während man für einen Festplattenrecorder schon mal um die 300 Euro auf den Tisch legt, kostet die Onlinevariante im Basispaket rund 5 Euroim Monat. Auch kümmert sich bei diesen der Anbieter um die Aktualität der Technik, somit fallen Kosten für Neuanschaffungen etc. weg. Ein Nachteil hat das Ganze aber dann doch. Man ist auf das Internet angewiesen. Sollte also mal die Verbindung ausfallen, ist der Videorecorder entsprechend wertlos.

Die Anbieter im Vergleich

Wie das nun mal in so ziemlich jedem Bereich ist, bieten auch bei Online-Videorecorder die Anbieter unterschiedliche Leistungen an. Hier mal ein grober Überblick, über die wichtigsten Vertreter. Für eine genauere Betrachtung gibt es zahlreiche Anbieter-Vergleiche im Internet, welche die Vor- und Nachteile der einzelnen Online Recorder übersichtlich darstellen.

Marktführer Save.TV bietet beispielsweise neben 44 Sendern auch ein sehr hohes Aufnahmevolumen. Im XL-Paket bekommt man sogar nette Zusatzfeatures wie werbefreie Aufnahmen geboten. Der Anbieter shift.TV kann mit einfacher Handhabung punkten, hat allerdings auch nur 19 Sender zur Auswahl. Der italienische Anbieter Bong TV bietet neben 20 deutschen Kanälen auch noch 5 italienische. Als letztes gibt es noch onlinetvrecorder.com. Dieser Recorder ist sogar kostenlos und wird durch Klicks auf Werbung finanziert, bietet allerdings nur 12 Sender und ein sehr geringes Aufnahmevolumen.

Sind Online-Videorecorder legal?

Diese Frage wird häufig im Zusammenhang mit Online-Videorecordern gestellt. Jahrelang befanden sich diese in einer rechtlichen Grauzone, da es sich zwar um Aufzeichnungen im Sinne von Privatkopien handelt, diese aber gegen Entgelt zur Verfügung gestellt werden und somit nicht unbedingt in dieses Schema fallen. Dies hat sich allerdings mit dem gerichtlichem Sieg von Save.TV gegen RTL geändert. Das Oberlandesgericht Dresden gab Save.TV dabei Recht, dass Online-Videorecorder nicht gegen das Vervielfältigungsrecht von Rundfunkanstalten verstoßen.

Fazit

Wer kein Gerät zum Anfassen braucht, der sollte mal einen Blick auf die Online-Videorecorder werfen, da sie viele Vorteile bieten. Nur die Abhängigkeit vom Internet fällt dabei negativ ins Gewicht. Viele Anbieter bieten kostenlose Testphasen an, somit kann man sich diese vorab bedenkenlos ansehen.

Wer von euch nutzt Online-TV-Recorder und wie sehen eure Erfahrungen dazu aus? An was hapert es bei den anderen?

Author: Alex H.

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