LTE – Die Zukunft hält Einzug

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Derzeit wird im Mobilbereich ein Begriff immer häufiger und lauter ausgesprochen. Von ihm erhoffen sich viele eine mobile Revolution und die Unabhängigkeit von stationärem DSL. Die Rede ist von LTE, dem nächsten Mobilfunkstandard nach UMTS. Bei LTE redet man auch von einem Schritt in der Entwicklung, der so einige unerdenkliche Möglichkeiten eröffnen könnte. Mehr hierzu im nachfolgenden Artikel.



Welche Möglichkeiten ergeben sich?

Ich selbst besitze ein HTC Hero, nun endlich offiziell mit Android 2.1, in Kombination mit einem T-Mobile Combi Flat M Vertrag. Das bedeutet, dass ich monatlich ein Volumen von 1000MB mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7.2MBit/s abrufen kann, danach wird es auf GPRS-Geschwindigkeit (7.xKBit/s oder so ähnlich) gedrosselt. Diese 7.2MBit/s entsprechen UMTS oder eben HSDPA-Geschwindigkeit. Auch unter 3G bekannt. Damit kann ich heute schon wirklich viel machen. Unterwegs flott surfen, Flash-Videos angucken, Apps installieren, Facebook einen Besuch abstatten, Kontakte synchronisieren, Wetter abrufen, auf Evernote hinterlegte Notizen bearbeiten und vieles mehr. Das erleichtert mir den Alltag schon ungemein.

Mit LTE geht natürlich vorrangig alles erstmal viel schneller. Das Abrufen einer Seite wird dann wahrscheinlich nicht mehr wirklich wahrnehmbar sein, sofern der Browser auch eine schnelle Rendering-Engine hat. Flash wird dann Standard sein auf mobilen Geräten, außer man sperrt es wie Apple aus ;-) . Inwiefern dadurch die Verträge vor allem am Anfang beeinflusst werden, ist derzeit noch schwer vorhersehbar. Ich denke aber sie werden preislich auf dem jetzigen Niveau bleiben.

Doch dann gibt es da noch die neuen Möglichkeiten, die sich erst mit LTE auftun. Das wären z.B. die abgeschiedenen Dörfer, die heute noch mit ISDN rumtuckern, und nachher eine schnellere Anbindung als DSL6000 haben können. Denn es ist einfacher einen Sendemasten aufzustellen oder auszubauen, als eine DSL-Anbindung zu schaffen. Damit würde auch die gesamte Bandbreite in Deutschland steigen.

Aber auch zu Hause, bei Haushalten die heute schon DSL nutzen, kann sich einiges ändern. DSL-Router und der Telefonanschluss weichen einem LTE-Router. Das erhöht die Flexibilität und senkt bestenfalls die laufenden Kosten.

Und überall dort wo man heute mit UMTS experimentiert, wie etwa in Oberklasse-Limousinen, wird LTE der Wegbereiter für den Durchbruch der Akzeptanz solcher Technologien sein.

Die mobile Zukunft geht mit der Einführung von LTE also einen großen Schritt weiter und wird ein Niveau erreichen, dass durchaus die anstehende Dekade, also die Dekade der mobilen Endanwendungen gelten kann.

Was genau ist LTE?

Jetzt noch ein paar Worte dazu, was genau LTE überhaupt ist. Wie schon eingangs erwähnt, ist dies der Nachfolge-Mobilfunkstandard von UMTS, welches auch als 3G definiert ist. LTE (Long Term Evolution) ist als 3.9G definiert, da es nicht ganz die Spezifikationen von 4G erreicht, was dann wohl als der nächste Schritt gelten wird und LTE-Advanced genannt wird.

Sind mit UMTS und der Erweiterung HSDPA “nur” 7.2MBit/s im Downstream möglich, so wartet LTE mit einer Bandbreite von bis zu 300Mbit/s (!!) auf. Also eine Steigerung der maximal möglichen Datenrate um den Faktor 41. Durchaus beachtlich.

Im Mai dieses Jahres endeten dann die Versteigerungen für die später genutzten Frequenzen und mit einer Einführung in Deutschland kann gegen Ende des Jahres gerechnet werden. Die LTE Anbieter stehen seit der Auktion praktisch schon fest. Sowohl O2 als auch die Telekom haben für Ende 2010 die ersten LTE-Tarife angekündigt.

Fazit

Man kann also durchaus gespannt sein, was die Zukunft mit diesem Standard bringen wird. Ich rechne damit, dass viele neue Anwendungsbereiche erschlossen werden und aktuelle, die mit UMTS und WLAN bereits erschlossen sind, ausgebaut und leistungsfähiger gemacht werden. Dazu zählt etwa die Beschleunigung des mobilen Surfens, welches heute mit HSDPA schon sehr schnell vonstatten geht.

Autor: Alex H.

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